Zentraler Venenkatheter Typ Multistar

Zentraler Venenkatheter Typ Multistar

Antibiotika-inkorporierter Katheter

Die Katheter des Produktsortiments MULTISTAR wurden speziell für die Bedürfnisse von Hochrisikopatienten entwickelt, da der Anteil älterer, multimorbider und immunsupprimierter Patienten ständig steigt.

Aggressivere Formen der Chemotherapien und verbesserte tech- nische Intensivmedizinische Maßnahmen ermöglichen ein Über- leben vieler Schwerstkranker, die auch durch wenig pathogene Bakterien oder Pilze gefährdet sind. Damit sind diese Patienten grundsätzlich einem wesentlich größeren Risiko von katheterassoziierten Septikämien ausgesetzt.

Katheterassoziierte Septikämien werden überwiegend durch grampositive Hautkeime verursacht. Opportunistische Pilze, wie Candida, können bei Patienten mit eingeschränkter Abwehrleistung zu gefährlichen Infektionserregern werden. Aus diesen genannten Gründen haben wir den MULTISTAR, einen mit Antibiotika- und Antimykotika-inkorporierten Katheter entwickelt, der ganz gezielt die Haupterreger der katheterassoziierten Septikämie bekämpft.

Die aktiven Wirkstoffe des MULTISTAR sind Rifampicin und Miconazol.

Produktsortiment mit der starTM-Technologie

für Erwachsene

für die Pädiatrie

Video Star-Technologie

Beitrag Katheter Infektionen - star-technologie 

 startm-Technologie

Die starTM-Technologie wurden speziell für die Bedürfnisse von Hochrisikopatienten entwickelt. Dazu zählen Früh- und Neugeborene mit geringem Geburts-gewicht sowie ältere, multimorbide und immunsupprimierte Patienten, deren Anteil ständig steigt.

Einsatzmöglichkeiten Venenkatheter der Star-technologie

Wirkstoffinkorporation

Die Wirkstoffe werden nach einem patentierten diffusionskontrollierten Mehrschrittverfahren feinst verteilt auf molekularer Ebene in das Kathetermaterial eingearbeitet.

 

Wirkstofffreisetzung

Bei Kontakt des Katheters mit Blut, Körperflüssigkeiten oder Infusionslösungen werden die Wirkstoffe Rifampicin und Miconazol sehr langsam und kontinuierlich (Slow-Release- System) von den Katheteroberflächen (Innenlumen und Außenseite) freigegeben und unterdrücken so das mikrobielle Wachstum im Katheterlumen und im Bioflim des Katheters - dadurch wird das Auftreten katheterassoziierter Sepsen auf ein Minimum reduziert. Aufgrund des enormen Wirkstoffdepots von Rifampicin und Miconazol in der Katheterwandung entfaltet sich die antimikrobielle Wirkung über die gesamte Einsatzdauer des Katheters!

 

Sicherheit:

In Vivo: Hohe Wirkstoffkonzentration lokal am Katheter und Biofi lm - kein Aufbau eines systemischen Selektionsdrucks durch sofortige Verdünnung im Blut.
In Vitro: im Gegensatz zu in vivo existiert auf der Agarplatte ein Risikobereich in dem Resistenzen entstehen können.

zentrale-venenkatheter-(zvk)-star-technologie

Wirkstoffkombination:Zentraler Venenkatheter Multistar Keimbelastung

Miconazol schädigt die Zellwand
und Zellmembran und verhindert den
Peroxisabbau in der Zelle.


Rifampicin blockiert die Übersetzung
der DNA in die RNA.

 

 

 

 

 

 

Kosteneffektivität Kosteneffiktivität bei Einsatz von Multistar

Die durchschnittlichen Kosten eines
ITS-Tages liegen bei 1.500 €.


Durch eine Sepsis erhöht sich die
Liegezeit des Patienten um
durchschnittlich 4 Tage.

 

 

 

Nadelstichverletzungen vermeiden

SeldiSafe - Punktionskanüle für Zentrale Venenkatheter

Die TRBA 250 soll den Arbeitsschutz für alle Arbeitskräfte unseres Gesundheitswesens verbessern und durch den vorgeschriebenen flächendeckenden Einsatz verletzungssicherer medizinischer Instrumente dabei helfen, Nadelstichverletzungen nachhaltig zu vermeiden.

Um Patienten und Beschäftigte optimal vor Nadelstichverletzungen schützen zu können, wird das Produktsortiment "Typ Multistar" gemäß TRBA 250, Abschnitt 4.2.5 (4) Ziffern 1-6 , auch mit der Sicherheitspunktionskanüle SeldiSafe angeboten. 

 

 

 

 

Produktsortiment mit der starTM-Technologie

für Erwachsene

für die Pädiatrie

Häufige Fragen - FAQ

Ist die Wirksamkeit Rifampicin-haltiger Katheter klinisch getestet worden?

Ja. Eine Studie von Yuecel et al. sowie zwei Studien von Lorente et al. zur Reduktion Katheter-assoziierter Infektionen durch den Einsatz Rifampicin- und Miconazolhaltiger Katheter zeigen die signifikante Senkung der Rate Katheter-assoziierter Infektionen als auch der Bakteriämierate. Das Risiko einer Besied­lung des Katheters ist in der Studie von Yuecel et al. durch den Einsatz Rifampicin- und Miconazol-haltiger Katheter auf rund 1:10 reduziert. Die Studien von Lorente et al. stellt die signifikante Senkung der Bakteriämierate (0 vs. 8 %) durch den Einsatz Rifampicin und Miconazol-haltiger Katheter auch bei einer Liegedauer von mehr als drei Wochen heraus.
(27, 29, 33)

Wie sieht das Wirkspektrum der Star-Katheter aus?

Rifampicin ist hoch wirksam gegen schnell wachsende als auch gegen stoffwechsel­inaktive Mikroorganismen in Biofilmen. Miconazol zeigt neben seiner fungiziden Wirkung auch eine Hemmwirkung gegenüber grampositiven Bakterien wie z.B.
S. aureus und S.epidermidis. 

Damit zeigt der Katheter ein Wirkspektrum über z.B.:  S. epidermidis, S. aureus,
E. faecalis, P aeruginosa, E.coli, Enterobacter und C. albicans.

Bekanntes Wirkspektrum von Star-Kathetern (44):

Erreger

Häufigkeit in (%)

Staphylococcus epidermidis

40-60

S.aureus

5-10

Pseudomonas aeruginosa

3-6

Enterobacter spp.

1-4

Candida spp.

2-5*

* 10 % bei Transplantations- und Onkologie-Patienten (28)

Sind die Wirkstoffe mit MRSA-Erregern getestet worden?

Ja. Star-Katheter zeigen Hemmwirkung gegenüber MRSA-Erreger.

Ist eine Testung der Katheterspitze möglich/sinnvoll?

Ja, die Testung der Katheterspitze ist möglich und zur Diagnostik in der Klinik durchaus sinnvoll (gemäß der in der Klinik geltenden Vorschriften). Zusätzlich bieten wir die Möglichkeit, Katheterfragmente an uns zurück zu senden. Wir lassen die Wirksamkeit des Katheterfragments nach seiner Entfernung, sowie sein Erregerspekturm untersuchen. 

Geben größere Katheter mehr Antibiotika ab?

Ja. Der Wirkstoff ist in die Katheterwand inkorporiert. Die Abgabe des Wirkstoffs ist abhängig von der vorhandenen Oberfläche, die mit Flüssigkeit in Kontakt steht. 

Ist die Menge des im Katheter vorhandenen Antibiotikums auf die Kathetergröße abgestimmt?

Ja. Durch die Inkorporation der Wirkstoffe in die Katheterwandung, ist die Menge der Wirkstoffe auf jede Kathetergröße abgestimmt.

Wirken die Wirkstoffe tatsächlich nur am Protein-Biofilm?

Die Katheterwandung dient als Wirkstoffdepot und gewährleistet auf Grund der hohen lokalen Konzentration einen optimalen Schutz der Katheteroberfläche und dem sich darum befindenden Protein-Biofilm. Die Wirkstoffe diffundieren durch die Katheterwand in den Protein-Biofilm und hemmen dadurch das Wachstum von potentiell vorhandenen Bakterien und Pilzen. Nach Durchdringen des Protein-Biofilms mittels Diffusion werden die Wirkstoffe sofort im Blutstrom in nicht-wirksame Konzentrationen verdünnt.

Wie ist eine anfängliche Anflutung der Wirkstoffe zu erklären, wenn doch durch die Inkorporation des Wirkstoffes eine  Abgaberate definiert ist?

Bei der anfänglichen Anflutung der Wirkstoffe handelt es sich um einen Oberflächeneffekt, dem sogenannten „Burst-Effekt“. Er dauert an, bis sich die Diffusion der Wirkstoffe im Equilibrium befindet, welches dann eine gleichmäßige Abgaberate der Wirkstoffe über die gesamte Liegedauer gewährleistet.


Ist Rifampicin noch das Antibiotikum der Wahl?

Rifampicin ist aus folgenden Gründen ein idealer Wirkstoff, um vor Katheter-assoziierten Infektionen zu schützen: Rifampicin zeigt ein breites Wirkspektrum und hemmt eine Vielzahl von Bakterienstämmen, die dem Erregerspektrum von katheterassoziierten Infektionen entsprechen. 

Welche Vorteile bietet der Star Katheter im Vergleich zu Wettbewerbsprodukten?

Antibiotika-haltige Wettbewerbsprodukte sind mit Rifampicin beschichtet, nicht wie im Falle der Star-Katheter inkorporiert. Die Inkorporation der Wirkstoffe gewährleistet einen vollständigen und über die gesamte Liegedauer von 29 Tagen andauernden Schutz vor katheterassoziierten Infektionen.

Kein Wettbewerbsprodukt beinhaltet den Kombinationspartner Miconazol, der Star-Katheter wirksam gegen Pilzinfek­tionen schützt. 

Außerdem reduziert die Kombination von Rifampicin und Miconazol aufgrund ihres überlappenden Wirkspekturms, das Risiko, dass Antibiotika-Resistenzen auftreten.

Wie groß ist das Risiko einer Antibiotikaresistenz durch den Star-Katheter?

Aufgrund der hohen Wirkstoffkonzentration lokal am Katheter und der sofortigen Verdünnung der Wirkstoffe im Blut, wird das Risiko der Resistenzausbildung reduziert. Zusätzlich reduziert die intelligente Kombination der Wirkstoffe, die sich in ihrem Wirkspektrum überlappen, die Ausbildung von Resistenzen.

Sind Resistenzen bekannt?

Nein, zum heutigen Zeitpunkt sind keine Resistenzen bekannt. Der HTA-Bericht des DIMDI aus dem Jahre 2012 empfiehlt beim Einsatz wirkstoffhaltiger Katheter die Ausbildung von Resistenzen zu beobachten, z.B. durch routinemäßige Erregerkontrolle der gezogenen Katheterspitzen. (45)

Gibt es Studien, die das Risiko einer Resistenzentwicklung analysiert haben?

Es gibt eine Reihe von Studien, die die Effizienz Rifampicin-haltiger Katheter untersucht haben. In keiner dieser Studien ist die Bildung einer Resistenz beschrieben worden.(35, 36, 37, 38, 39, 40, 41, 43)

Gibt es Antibiotikaallergien?

Eine bekannte Überempfindlichkeit gegen Rifampicin oder Miconazol ist eine Kontra­indikation für den Einsatz von Star-Kathetern.

Wie lange darf der Star-Katheter liegen?

Wir empfehlen eine maximale Liegedauer des Katheters von 29 Tagen.

Gibt es Kontraindikationen?

Verwenden Sie dieses Produkt nicht bei Patienten mit: 

  • bekannter Überempfindlichkeit gegen Rifampicin oder Miconazol 
  • vorliegenden Anzeichen einer Schwangerschaft 
  • schweren Leberfunktionsstörungen