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MOSTCARE - KONTINUIERLICHE ÜBERWACHUNG DER HÄMODYNAMIK

ANWENDUNG UND FUNKTIONALITÄT
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Eine möglichst frühe Messung der Hämodynamik ist von besonderer Bedeutung in der Beurteilung von hämodynamisch instabilen Patienten. Trotz dessen führen die Komplexität und Invasivität bestehender Systeme in der Risiko-Nutzen-Abschätz-ung oft zu einem Verzicht der Bestimmung erweiterter hämodynamischer Parameter.

Minimal-invasive Systeme mit kontinuierlicher Messmethode können in diesem Zusammenhang eine gute Alternative darstellen und erlauben eine frühzeitige Überwachung des hämodynamischen Zustands des Patienten.

 

Diese Charakteristika wurden bei der Entwicklung von MOSTCARE berücksich-tigt, so dass eine kontinuierliche und minimal-invasive Messung zahlreicher hämodynamischer Parameter (HZV, SVR, etc.) ermöglicht wird und dem Anwender Sicherheit bei der Therapieüberwachung gegeben wird.

Dabei ist MOSTCARE ein unabhängiges System und nicht auf spezielles Zubehör angewiesen.

 

Zur Ermittlung der Daten bedient sich MOSTCARE der Pulskonturmethode (PCM). Es wird lediglich der arterielle Druck als Eingangssignal benötigt, wobei dieser in der A. Radialis oder A. Femoralis gemessen werden kann.

Auch Drucksignale bereits vorhandener Standard-Monitore können von MOSTCARE zur Ermittlung der erweiterten hämodynamischen Parameter herangezogen werden.

 

Mit Hilfe eines speziellen Algorithmus, der PRAM-Methode* (Pressure Recording Analytical Method) werden die hämodynamsichen Parameter in Echtzeit bestimmt.

Die PRAM-Methode basiert einzig auf der objektiven Analyse der Morphologie der arteriellen Druckkurve. Die Abtastrate von 1000 Hz erfasst dabei automatisch alle signifikanten Punkte: Systole, Diastole, dikrotischer Druck und eventuell auftretende Punkte der Instabilität im arteriellen Druckverlauf.

 

Es werden weder Kalibrationsmessungen (z.B. mittels Thermodilution) noch anthropometrische Daten benötigt, so dass eine Überwachung eines großen Patientenkreises mittels MOSTCARE ermöglicht wird. Kritisch kranke, septische und pädiatrische Patienten können gleichermaßen überwacht werden, wie Patienten mit intraaortaler Ballonpumpe (IABP). Durch die mit jedem Schlag neu durchgeführte Datenanalyse ist ein Monitoring von stabilen und instabilen Patienten möglich.

 

Eine besondere Sicherheit bietet MOSTCARE dem Anwender hinsichtlich der Berechnungsgrundlage. Die hämodynamischen Parameter werden über indirekte Messungen und Algorithmen ermittelt, wobei der Monitor die verwendete Grundlage der Berechnung optisch aufbereitet und darstellt.

Konkret bedeutet dies, dass MOSTCARE den dikrotischen Druck identifiziert und den Zeitpunkt des Aortenklappenschlusses durch eine vertikale Linie auf dem Monitor anzeigt.

Druckkurve

Eine fehlerlose Ermittlung des systolischen Kurvenanteils ist essentiell für alle, auf der Pulskonturanalyse basierenden Methoden, bei der Bestimmung des Herzzeitvolumens.

Die Visualisierung des dikrotischen Druckes gibt somit dem Anwender ein Mehr an Sicherheit, da die genutzte Berechnungsgrundlage für den Anwender nachvollziehbar wird. Veränderungen im hämodynamischen Zustand können sicher und schnell erkannt werden.

 

Darüber hinaus bietet eine Trenddarstellung die Möglichkeit zur graphischen Überwachung des klinischen Verlaufs über einen Zeitraum von bis zu 72 Stunden.

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