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BOUSSIGNAC CPR-TUBUS-SYSTEM

FUNKTIONSWEISE
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Die Ausführung des Boussignac CPR-Tubus-Systems als Endotrachealtubus ist darauf zurückzuführen, dass trotz verfügbarer Alternativkonzepte wie dem Larynxtubus, die endotracheale Intubation, bei Ausführung durch geübte professionelle Helfer, die zuverlässigste Form der Atemwegssicherung darstellt. In den ERC-Leitlinien von 2010 heißt es unter der Überschrift Alternative airway devices versus tracheal intubation hierzu:

There is insufficient evidence to support or refute the use of any specific technique to maintain an airway and provide ventilation in adults with cardiopulmonary arrest. Despite this, tracheal intubation is perceived as the optimal method of providing and maintaining a clear and secure airway” ¹

 

Unterscheidend zu einem herkömmlichen Tubus verfügt das System über einen separaten Sauerstoffanschluss, acht in die Tubuswandung eingelassene Mikrokanäle und ein zur Umwelt offenes Hauptlumen.

 

Der Sauerstoffanschluss speist, ausgehend von einem Flowmeter, fünf der in der Doppelwandung des Tubus eingelassenen Mikrokanäle. Hierüber wird die Sauerstoffapplikation realisiert. Diese erfolgt, in dem am distalen Ende des Tubus die Gasströme durch eine Verjüngung der Kanäle beschleunigt werden. Der Sauerstoff wird hierdurch mit hoher Geschwindigkeit in das Zentrum des Tubus geleitet und verwirbelt dort. Es wird ein virtuelles Ventil im ansonsten zur Umwelt offenen Hauptlumen des Tubus erzeugt. In der Lunge bildet sich ein Druck von 8 – 10 cmH2O aus und eine kontinuierliche Insufflation von Sauerstoff erfolgt.

 

Die weiteren in die Wandung eingelassenen Kanäle erlauben eine einfache endobronchiale Medikamentengabe (z.B. Adrenalin), wobei das Medikament am Tubusende appliziert wird.

CPR_Funktionsweise_Lukas

   

Festzuhalten bleibt:

  • Das Boussignac CPR-Tubus-System ist entsprechend dem Goldstandard des Atemwegs-Management einer Reanimation als Endotrachealtubus ausgeführt.
  • Über den separaten Sauerstoffanschluss gespeiste Mikrokanäle leiten Sauerstoffströme derart, dass diese im offenen Hauptlumen ein virtuelles Ventil erzeugen.
  • Die Sauerstoffgabe erfolgt als kontinuierliche Insufflation.

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¹ European Resuscitation Council (Hrsg.): Guidelines for Resuscitation 2010, Section 1, S. 1235

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