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BOUSSIGNAC CPR-TUBUS-SYSTEM

ANWENDUNG
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Die Durchführung einer kardiopulmonalen Reanimation ist selbst für professionelle Helfer eine Extremsituation. Der Erfolg einer Reanimation, also das Überleben des Patienten und das neurologische Outcome, ist stark abhängig vom einem mög-lichst frühen Beginn der Herzlungenwiederbelebung aber auch der Qualität der Maßnahmendurchführung. Diese sollten so einfach wie möglich ausgestaltet werden, um Fehler zu vermeiden und Helfer zu entlasten.

 

Die Ventilation mit dem CPR-Tubus-System lässt sich mit ein paar Handgriffen vorbereiten. Sobald ein Patient mit dem CPR-Tubus intubiert ist, erfolgt diese automatisch.

 

Ausgangsposition

CPR-Handhabung_01_mit_Lukas_2

 

Der CPR-Tubus wir über die grüne Sauerstoff-zuleitung mit einer Sauerstoffversorgung ver-bunden. Der Flow wird auf 15 l/min eingestellt. Nun wird der Patient nach konventioneller Methode intubiert und der Cuff nach Erreichen der angestrebten Position über die Cuffzuleitung geblockt. Es bildet sich das virtuelle Ventil im Hauptlumen des Tubus. Somit entsteht ein intrapulmonaler Druck von 8 – 10 cmH2O.

Schon während des Vorganges der Intubation wird Sauerstoff gegeben!

 

Kompression

CPR_Tubus_Handhabung_01_mit_Lukas_4

 

Anschließend erfolgt die Herzdruckmasse entsprechend der ERC-Leitlinien mit 100 Kompressionen pro Minute und muß nicht mehr unterbrochen werden.

Durch die Kompression des Thorax verringert sich das Lungenvolumen. Es steigt der intrapulmonale Druck über den Ausgangsdruckwert des virtuellen Ventils. Somit wird über das offene Hautlumen des Tubus eine Exspiration eingeleitet und CO2 abtransportiert.

 

Dekompression

CPR-Handhabung_01_mit_Lukas_3

 

Während der Dekompression stellt sich der Thorax zurück. Es erfolgt automatisch die Inspiration durch die kontinuierliche Insufflation von Sauerstoff.

Dank des vorhandenen intrapulmonalen Druckes wird zudem sichergestellt, dass der Gasaustausch während der Reanimation durch das Verhindern von Atelektasen verbessert wird.


Dass sich eine optimierte Oxygenierung bei einer manuellen Herzdruckmassage durch den Einsatz des CPR-Tubus-System sicherstellen lässt, wurde in einer randomisierten Studie nachgewiesen.¹

 

Festzuhalten bleibt:

  • Zum Einsatz des CPR-Tubus-Systems genügt der Anschluss an eine Sauerstoffquelle.
  • Die Ventilation erfolgt automatisch und passiv durch den Kompressions-Dekompressionsmechanismus der Herzdruckmassage.
  • Eine kontinuierliche Herzdruckmassage ohne unterbrechende Beatmungsphasen oder Interaktion mit einem Respirator ist möglich.

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¹ C. Bertrand; F. Hemery; P. Carli; et al.: Constant flow insufflation of oxygen as the sole mode of ventilation during out-of-hospital cardiac arrest, in: Intensive Care Med June 2006

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